Pressestimmen
"Poetische
Momente": Atemberaubende Portion Gypsy-Swing mit Stringtett
Landes-Zeitung, 29.1.2009
Bückeburg (bus). Die Formation "Stringtett"
hat den "Poetischen Momenten" zu einem fulminanten Start ins
Jubiläumsjahr verholfen. Die Gitarristen Rainer Achterholt und Volker Wendland
sowie Winfried Bückmann am Kontrabass lieferten in der früheren
Landfrauenschule eine atemberaubende Portion Gypsy-Swing ab, die im Auditorium
helle Begeisterung hervorrief. Das Trio durfte die Bühne erst nach ungestüm
eingeforderten dreistöckigen Zugaben räumen.
Das Gegenspiel von Musikern und Besuchern geriet
dermaßen angeregt, wie es für gewöhnlich nur dem Varieté widerfährt. Beim Blick
in die Gästegesichter tat sich mitunter der Eindruck auf, dass das Publikum
Zauberkünstler ins Visier genommen hätte. Soviel sprachloses Staunen hat die
vom Kulturverein aufgelegte Reihe selten erlebt. Den Interpreten perlten die
Tonfolgen allerdings auch derart flott von den Griffbrettern, als ob die 16
Saiten von Magierhänden in Schwingung versetzt worden wären.
"Stringtett" fußt auf solidem Fundament. Achterholt studierte
Klassische Gitarre an der Musikhochschule Münster, absolvierte Auftritte mit
Jeanne Carroll, Angela Brown und Louisiana Red. Wendland stand mit dem
Danny-Weiss-Ensemble auf der Bühne, war Gitarrist der Titi-Winterstein-Band.
Bückmann, wie Achterhold "klassisch" ausgebildet, begleitete Ute
Lemper, Danny Weiss und Peter Janssens. "Stringtett" beherrsche die
Instrumente auf unnachahmliche Weise, hatte der als künstlerischer Leiter der „Momente“
fungierende Frank Suchland zu Beginn des Konzerts - zu Recht - festgestellt.
Den 13 Titel umfassenden Abend dominierten naturgemäß Kompositionen aus der
Feder von Django Reinhardt. Das legendäre Kind einer französischen
Zigeunerfamilie, das mit dem "Hot Club de France" einst die Szene
erhellte, lieferte mit "Djangos Tiger", "Swing 42" und
"Tears" den passenden Einstieg. Zwischendrin gab's neben
bemerkenswerten Eigenkompositionen ("Suse Swing", "In a quiet
Moment") Filmmusik ("Mire Pral"), wenig Gespieltes von Tschavolo
Schmitt ("Bossa Dorado") und David Grisman ("Dawgma") sowie
einige Evergreens ("Quando, Quando", "Bei mir bist du
schön").
Den größten Einzelbeifall heimsten die behänden Akustik-Magiers unterdessen
für ihre Auslegungen des Südamerika-Hits "Amorada" und des
Traditionals "Sweet Sue" ein. Bereits bei "Amorada", erst
das fünfte Stück des gewieft gefertigten Programms, brauste der Applaus
dermaßen temperamentvoll auf, als ginge es schon um die Erheischung einer
Zugabe. Dass Achterholt zwischen den Titeln mit knacktrockener Ironie Details
aus dem Musikerleben preisgab, tat der Hochkarätigkeit der Vorstellung keinen
Abbruch. [...]
Geballte Ladung Gypsy-Musik erklang im Foyer
WAZ Ausgabe Bochum 17. Juni 2008, Christian Dabrowski
Mit dem 'Stringtett' beginnt eine Konzertreihe im Prinz Regent Theater. Publikum fordert mehr als nur eine Zugabe
[...]Eine geballte Ladung Gypsy-Musik erklang im Foyer, die das Trio mit allen Finessen ausformte. Von Anfang an kratzten die Gitarristen
Achterholt und Wendland die typisch zigeunerischen Gitarrenrhythmen, die auch das charakteristische Merkmal jener Musik sind.
Angesichts der Saitenakrobatik beider Girarristen klärte sich die Frage, wie Django - der große Initiator dieses Jazz-Stils -
wohl gespielt hätte, wenn er nicht einige seiner Finger verloren hätte!
Während sich die beiden abwechselnd melodische und dramatische Solo-Duelle im rasanten Gypsy-Tempo lieferten, spielte Bückmann
die swingend jazzige Begleitung am Kontrabass, bevor er sich selbst von der Improvisation fortreißen ließ - sehr zur Freude
der Zuschauer.
Das Trio zeigte wunderbar, was umherziehende Zigeuner Jahrhunderte lang erfolgreich gemacht haben: Sie spielten Musik des Volkes,
in dessen Region sie sich gerade aufhielten und verbanden diese mit Elementen ihrer eigenen Musik.
Das Stringtett demonstrierte dies an einem Stück aus der brasilianischen Musik und verwandelte die heißen Latin-Rhythmen
in fetzige Zigeunergrooves, die sie auf ihren Instrumenten klopften. [...]
Das Publikum zeigte sich von der kraftvollen Musikalität durchweg begeistert und forderte folglich mehr als nur eine Zugabe,
die sich die Gypsy-Swinger aber gerne abgewinnen ließen. Erfreulicher Auftakt einer neuen Reihe.
Caveau Weinbar Auftritt Stringtett, 26. April 2008
Tageszeitung Lüdenscheid (MS)
Monika Salzmann
Zwei Gitarren, ein Kontrabass, funkensprühender Gypsy-Jazz, Melancholie und übersprudelnde Lebensfreude: Auf hohen und tiefen
Saiten frönte das 'Stringtett' aus Münster/Bochum am Samstagabend in der Weinbar Caveau temperamentvollem Zigeunerjazz,
sattem Blues, Valse Musette, Bossa Nova, Chanson und mehr.[...] Unter dem Motto 'Swing the wine' brachten sie die Saiten zum Glühen.Handwerklich vom Feinsten war, was sie ihren Instrumenten an
Gefülvollem, Lässigem, Traurigem und Heiteren entlockten. Mit wieselflinken Fingern brachten Rainer Achterholt und Volker Wendland
an den Gitarren sowie Winfried Bückmann am Bass ihre Instrumente zum Klingen. Dass der Bass dabei gelegentlich zum Schlagzeug 'mutierte',
wenn sich Perkussionseinlagen anboten, machte das Vergnügen umso größer.
Einmal in seinem Element, war 'Schlagzeuger' Volker Wendland, mit Besen 'bewaffnet', nicht mehr zu bremsen und unterzog alles - Tische,
Stühle, Gläser, Flaschen und Fußboden - einer rhythmischen Klangqualitätsprüfung. Köstlich!
Virtuos, charmant und spielfreudig stellte sich das Trio, das mit Titeln wie 'All of me', 'Tears', einem sentimentalen, melanchilischen
Django Reinhardt-Stück, 'Bei mir bist du schön, 'Just a Gigolo' und prickelnden Eigenkompositionen zumeist aus der Feder von
Rainer Achterholt (wunderschön, entspannt und relaxed: 'At a quit moment') glänzte.
Virtuos ausgeschmückte Melodien, komplexe Strukturen, raffinierte Rhythmen und kühne Harmonien brachten die drei Vollblutmusiker
die aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpften, launig swingend, lässig und locker 'unter einen Hut'.
Hot Club News
aktuelle Ausgabe
Das Trio Stringtett aus Münster hat mit dieser CD einen beachtlichen Erstling vorgelegt. Unterstützt von Winfried Bückmann
am Baß swingen sich die beiden Gitarristen Volker Wendland und Rainer Achterholt durch höchst originelles Repertoire.
Neben beachtenswerten Eigenkompositionen der beiden Gitarristen spielt das Trio bekannte aber wenig gespielte Hits von Tschavolo
Schmitt oder David Grisman. Das traumhafte Zusammenspiel und die brillanten Soli des Trios machen diese Einspielung zu einem wahren
Genuß. Gitarrenswing auf höchstem Niveau!
Dielenabend auf der Pfarrhaustenne Enniger am 19. Januar 2008
Die Glocke 21.01.2008, Dr.E.Gühne
„Stringtett“ versprüht mit Musik viel Vergnügen
Die Besucher der Dielenabende im Alten Pfarrhaus wissen es: Hier raucht nur der Schornstein. Aber es war am Samstag noch einiges mehr,
was die zahlreichen Besucher nicht ganz in einen Jazzkeller der 40er oder 50er-Jahre versetzte.
Mit Sicherheit authentisch aber war die Musik, die das Trio „Stringtett“ an diesem Abend bot, denn die beiden Gitarristen Rainer Achterholt und Volker Wendland sowie Bassist Winfried
Bückmann stammen zwar nicht aus der „Neuen Welt“, verstanden aber ihr Handwerk, und das war in diesem Falle die Seele des Jazz, der „Swing“.
Ihr Herz schlug dabei ohne Zweifel für den legendären Gitarristen Django Reinhardt (1910 bis 1953), dieses Kind einer französischen Zigeunerfamilie,
das mit seinem Quintett „Hot Club de France“ einst die Szene aufmischte und das kein Geringerer als Duke Ellington 1946 mit auf seine Amerika-Tournee
nahm.
[...] Keine Schallplattenaufnahme kann den letzten Reiz einfangen, lebt doch diese weitgehend improvisierte Musik aus dem glücklichen Augenblick
heraus. Aber solche spannenden Augenblicke gab es an diesem Abend immer wieder. Zu hören war immer wieder dieser „Django“, von „Just a gigolo“ bis
zum „Swing forty two“. Der melancholische Hauch der Zigeunermusik war immer wieder spürbar, mehr aber noch der „Drive“ dieser Musik, die mit der
Präzision eines Uhrwerks abläuft und jedem Instrument sein Solo zuschiebt, natürlich auch dem Kontrabass. Und wer da geglaubt haben sollte, dieser
Tollpatsch des Orchesters sei keiner besonderen Virtuosität zugänglich, sah sich wenigstens im Falle von Winfried Bückmann getäuscht.
[...] Dann gab es aber auch noch Eigenkompositionen des Trios, gewissermaßen Selbstgestricktes, nach Art der Branche mit phantasievollen Titeln
versehen, etwa „Die schöne Kellnerin“. Sie verrieten immer wieder, wie sehr man die Welt von „Django“ verinnerlicht hatte.
Hin und wieder verwischten sich auch die Grenzen zum Schlager. [...]
Na ja, Spaß muss sein. Dafür sorgten schon die mitunter leicht ironischen Kommentare von Rainer Achterholt: „Wir sind stolz, nicht in der überzahl
zu sein!“ Spaß sicherte aber auch ein kleines Melodienraten zum Schluss. Zu gewinnen war eine CD, natürlich vom „Stringtett“.
Hier gab es nur zwei Sieger.
Als Gewinner aber durften sich weit mehr Besucher fühlen, erlebten sie doch einen Abend, der im künstlerischen Sinne nicht tiefsinnig sein wollte,
aber viel Vergnügen versprühte. Aber auch gute Unterhaltung ist bekanntlich nicht leicht. Dr. Ekkehard Gühne
Swing hoch drei
Münstersche Zeitung, 23.03.2007, Klaus-Peter Heß
[...] Die drei Münsteraner Winfried Bückmann, Rainer Achterholt und Volker Wendland haben den Gypsy-Jazz natürlich
nicht erfunden, aber sie haben ihn sich zu eigen gemacht. Mit Respekt vor ihrem Vorbild Django Reinhardt und im Selbstbewußtsein
ihres hohen Könnens. 'Stringtett' heißt das nylonstarke Band-Projekt, 'Stringtett' heißt der Name
der ersten CD-Veröffentlichung des munteren Akustik-Trios. Zwei Gitarren, ein Kontrabass - ein akustisches Schmuckstück
der Swing-Musik mit der abwechslungsreichen Titel-Mischung aus sechs von Achterholts Eigengewächsen, Klassikern wie 'Mr.Sandman'
und Wiederentdeckungen wie der Dabney/Mack-Komposition 'Shine', die 1942 schon im Bogart-Film 'Casablanca'
erklang. [...]
Doppelt beswingt in frühlingshaften Tag
Bramscher Nachrichten, 13.03.2007
[...] Das 'Stringtett' garantierte vollendeten Musik-Genuss in gemütlicher Atmosphäre. Winfried Bückmann
am Kontrabass und Rainer Achterholt sowie Volker Wendland an den Gitarren beherrschten ihre Instrumente perfekt. Virtuos und locker
spielten die drei Vollblutmusiker in drei Sets auf und griffen dabei auf ein nahezu unerschöpfliches Repertoire an eigenen
Stücken und Cover-Titeln zurück.[...]
Der musikalische Flieder blüht vehement im Biercafé
WAZ Bochum, 10.11.2006, Jörg Kolesza
So ähnlich muss es im Himmel sein: wunderbar beschwingte Klänge und lauter nette Leute in munterem Plausch [...]
Für diese Atmosphäre sorgte das Trio 'Stingtett' mit lockerer Swingmusik. Die Musiker aus Münster und Bochum
gastierten am Mittwochabend im kuscheligen Biercafé.[...]'Wenn der weiße Flieder wieder blüht' hat jeder schon
mal gehört, nur mochte man die dröge Verpackung nicht. Aber eingehüllt in lateinamerikanische Rhythmen? Klasse! [...]
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